Zum Artikel springen
Impressum

Moderation von Zukunfts- und Planungswerkstätten

Die Methode der Zukunftswerkstatt eignet sich besonders für Auftaktveranstaltungen, zur Unterstützung größerer Projekte und Arbeitskreise, zur Entwicklung und Umsetzung von Leitbildern sowie für alle Themen mit einem gewissen Utopiepotential.

Der Begriff "Werkstatt" meint das Arbeiten in Gruppen an einer konkreten Aufgabenstellung mit dem Ziel, die Gewonnenen Ergebnisse in die Praxis umzusetzen. Innerhalb einer Zukunftswerkstatt wird sich mit Themen, Fragen und Problemen auseinandergesetzt, die aus der gegenwärtigen Sicht von Relevanz für die Zukunft sind. An den zu bearbeitenden Themenkomplexen sollen viele Menschen mitarbeiten, die einen direkten oder indirekten Zugang zum Planungsgegenstand haben. Zukunftswerkstätten stellen einen sozialen Rahmen her, indem in Form von kreativer Gruppenarbeit soziale Problemlösungsverfahren realisiert werden.

Dabei durchläuft die Zukunftswerkstatt folgende Phasen:

Kritikphase: In dieser Phase dürfen alle Teilnehmer ihre kritischen Einwände, Argumente, Erfahrungen oder Erlebnisse zum behandelten Thema äußern. Die genannten Kritikpunkte werden visualisiert und systematisiert und stehen in dieser Form für den weiteren Verlauf der Werkstatt zur Verfügung.
Phantasie- und Utopiephase: In dieser Phase soll darüber Nachgedacht werden, wie die in der Kritikphase formulierten Probleme geändert werden können. Hierfür werden unterschiedliche Methoden eingesetzt, von der Umkehrung der Kritikergebnisse durch positive Umformulierung bis hin zum assoziativen Produzieren von Gedanken, Visionen, Vorschlägen und Einfällen. Die Phantasievorschläge werden gesammelt und durch Systematisierung und Gewichtung Phantasiethemenkreise entwickelt, mit denen weiter gearbeitet werden soll.
Verwirklichungs- und Praxisphase: In dieser Phase soll es darum gehen, die Arbeitsergebnisse der Phantasiephase in die Realität umzusetzen. Dabei werden die Ideen der Phantasiephase einer realistischen Überprüfung in bezug auf ihre Durchsetzungschancen unterzogen. Für solche Ideen, die einer Überprüfung standhalten, wird eine Strategie erarbeitet und ein Aktionsplan entwickelt.

Zukunftswerkstätten finden in einem ständigen Wechsel von Plenums- und Kleingruppenarbeit statt. Themen können in der Tiefe bearbeitet und zukunftsweisende Anliegen entwickelt und verwirklicht werden. Am Ende einer Zukunftswerkstatt steht immer ein Aktionsplan mit einer Vereinbarung über erste konkrete Schritte.

Planungswerkstätten sind an dem Konzept der Zukunftswerkstatt angelehnt und haben die Funktion, Handlungsalternativen gegeneinander abzuwägen und im größtmöglichen Konsens Entscheidungen herbeizuführen. Kognitiven, reflexive und auf Gestaltungsfragen bezogenen Diskussionsinhalte sollen hier zusammenfließen und in konkreten Entscheidungen für die Umsetzung eines Projektes münden.

 

moderierte Gruppenarbeit